Bei Intergeschlechtlichkeit (diverse sex development, dsd) handelt es sich um ein unbekanntes und tabuisiertes Phänomen. Es handelt sich um einen Oberbegriff, der sehr verschiedene angeborene Erscheinungsformen umfasst, bei denen die körperlichen Geschlechtsmerkmale nicht alle einem Geschlecht entsprechen (z.B. Androgenresistenz, Gonadendysgenesien, Klinefelter). Seit 2013 sieht das deutsche Personenstandsrecht vor, dass der Geschlechtseintrag bei einem Kind mit nicht bestimmbarem Geschlecht offen bleiben muss. Die neuen medizinischen Leitlinien (2016) raten zu äußerster Zurückhaltung hinsichtlich irreversibler Eingriffe beim nicht-einwilligungsfähigen betroffenen Kind. Offene Fragen bestehen zur Notwendigkeit von Genitaloperationen, Gonadenentfernungen, Hormongabe und zum „Erziehungsgeschlecht“. Was hilft Eltern in ihren Entscheidungsprozessen?

Methodik

Transdisziplinärer Webblog zur Aufklärung und Wissensvermittlung über Intergeschlechtlichkeit. Erfahrungswissen soll Fachwissen gegenübergestellt, Kunst als Verstehenshilfe eingebunden werden. Die Lernenden können sich selbständig, ohne festen Lernpfad mit den Themen und Materialen beschäftigen, die sie interessieren und sich ihren eigenen Fragestellungen widmen.

Lernziele

Das Projekt will Wissen und Wissenslücken zum Umgang mit Variationen der körperlichen Geschlechtsmerkmale vermitteln. Es will die Schönheit geschlechtlicher Variationen, wissenschaftliche Kontroversen und offene Fragen sichtbar machen.

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